Vorstellung der vier Pforzheimer OB-Kandidaten in der Bergdorfhalle am 25.04.2017

Sehr geehrte Bürgerinnen, sehr geehrte Bürger,

mein Name ist Dimitrij Walter und ich kandidiere für das Oberbürgeramt in Pforzheim.

Für mich ist dies eine sehr große Ehre, hier vor Ihnen sprechen zu dürfen. Ich möchte mich für diese Möglichkeit bedanken. Nun, erlauben Sie mir bitte über mich und meine Motivation als eventueller Oberbürgermeister zu erzählen.

Meine Familie zog im Jahre 1997 nach Deutschland und fing ein neues Leben in Pforzheim an. Die Stadt Pforzheim ist zu meiner Heimatstadt geworden. Man kann sagen, dass die Russland-Deutschen, die Aussiedler sind, wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind. Wir wissen alle, wie schwer das Leben am Anfang war. Neue Kultur, Neue Gewohnheiten. Ich bedanke mich beim deutschen Staat für den Zugang zu einer guten Bildung und der Möglichkeit meine Ziele zu verwirklichen. Ich liebe meine neue Heimat von ganzem Herzen. Wie wir alle wissen, es war nicht einfach.

Ich habe viel in meinem Leben gelernt: Die Ausbildung zum Kommunikationselektroniker, Das Abendgymnasium und das Abendstudium zum Elektrotechniker. Zudem eignete ich mir

Kenntnisse in den Bereichen Ökonomie, Business und Recht. Diese Kenntnisse sind mein Schatz. Ich lerne weiter unsere Rechte und bin offen für neue Kenntnisse, mich interessiert alles.

Ich kam nach Deutschland im Alter von 14 und fühlte mich sofort wie zu Hause.

Sie fragen sich sicherlich wieso ich die ganze Zeit über die Sicherheit spreche. Ich antworte nur auf Briefe aus meinem Kummerkasten. Zweifellos wissen Sie von meinem Kummerkasten, der in der Fußgängerzone steht.

Die Sicherheit umfasst viele Bereiche, das Geschütztsein vor Gefahren und vor Risiken.

Ich möchte heute über ein sehr wichtiges Thema, die Sicherheit, sprechen.

Es geht um unsere Kinder. Wie wir alle wissen, dass unsere Kinder mit dem Bus fahren, aber wissen Sie, welche Leute unsere Kinder zur Schule bringen. Das Busunternehmen wurde 2016 noch mal verkauft, an die DB. Ältere erfahrene Busfahrer wurden mit Abfindungen gekündigt und nicht wieder aufgenommen. Es wurde von der Stadtverwaltung versprochen, dass alle alten Busfahrer in anderen Betrieben aufgenommen werden. Anstatt erfahrener Kräfte, stellte die DB neue Mitbürger ein, welche noch kein Deutsch beherrschen, keine Berufserfahrung in Deutschland haben und keinen deutschen Führerschein besitzen. Die neuen Busfahrer bekommen deutlich weniger Geld, aber statt 8 Stunden täglich müssen sie bis zu 12 Stunden arbeiten. Nach so viel Stunden Arbeit, mangelnden Deutschkenntnissen, ständigen Stress am Arbeitsplatz, machen die neuangestellten Busfahrer häufig Fehler.

z.B. Letztens: Ein Busfahrer trat beim Fahren anstelle der Bremse das Gaspedal. PF.

Im Bus gibt es weder einen Schutzknopf, noch Funk. Ein Busfahrer namens Igor K. wurde am Leopoldplatz brutal zusammengeschlagen.

Wenn Busfahrern vor ihre Schicht mit dem Koffer, mit vermeidlich viel Geld für Außenstehende, auf ihren Buss, abends, warten, sind sie hilflos. Es fanden bereits 4 Raubüberfälle in Bussen in den letzten zwei Jahren statt.

Außerdem ist es sehr wichtig über das Thema des Busumstiegs zu reden. Früher hielten alle Busse, jede halbe Stunde zum Passagierumstieg am Leopoldplatz an. Kinder und Senioren hatten die Möglichkeit in einen anderen Bus umzusteigen, sogenannte Kreuzung, ohne sich zu fürchten diesen zu verpassen und gegebenenfalls in der Kälte, sowie nachts zu warten. Hierbei ist das Problem auch die Kommunikation zwischen den Busfahrern, welche die Sprache nicht beherrschen, als auch das

fehlende Kommunikationsmittel z.B. Funkgeräte zwischen Busfahrern. Dies ist ein sehr relevantes Thema. Es geht schließlich auch um die Sicherheit unserer leicht Angreifbaren: den Kinder, den Senioren, sowie den Busfahrern selbst.

Mein letzter Punkt heute Abend ist, der Vorfall im Busdepot, bei welchem 6 neue Busse unbeaufsichtigt verbrannten waren. So was kann nur im Pforzheim passieren.

Meine Aufgabe als OB wird zuerst sein, alle besorgenden Fragen zusammenzufassen, darauffolgend die Situation zu analysieren und zusammen mit euch die Antworten zu finden, welche uns zufrieden stellen können.

Mein Ziel: Ich möchte jedem in der Stadt die Möglichkeit geben, wirklich zu spüren, dass Pforzheim unsere Stadt ist, allen, die nicht so lang in Pforzheim leben, allen, die wie ich schon 20 Jahre in der Stadt wohnen, allen, die ihr ganzes Leben in unserer Stadt verbracht haben. Jedem möchte ich das Gefühl vermitteln, welches ich bekam als ich als Kind nach Pforzheim gekommen bin, dass Pforzheim eine für jeden offene Stadt ist. Wir sind seine Einwohner und nur wir zusammen können etwas Gutes für unsere Stadt und unsere Einwohner erreichen.

Vielen Dank

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