Vorstellung der vier Pforzheimer OB-Kandidaten in der Hochfeldhalle am 24.04.2017

Sehr geehrte Bürgerinnen, sehr geehrte Bürger,

mein Name ist Dimitrij Walter und ich kandidiere für das Oberbürgeramt in Pforzheim. Für mich ist dies eine sehr große Ehre, hier vor Ihnen sprechen zu dürfen. Ich möchte mich für diese Möglichkeit bedanken. Nun, erlauben Sie mir bitte über mich und meine Motivation als eventueller Oberbürgermeister zu erzählen.

Meine Familie zog im Jahre 1997 nach Deutschland und fing ein neues Leben in Pforzheim an. Die Stadt Pforzheim ist zu meiner Heimatstadt geworden. Man kann sagen, dass die Russland-Deutschen, die Aussiedler sind, wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind. Wir wissen alle, wie schwer das Leben am Anfang war. Neue Kultur, Neue Gewohnheiten. Ich bedanke mich beim deutschen Staat für den Zugang zu einer guten Bildung und der Möglichkeit meine Ziele zu verwirklichen. Ich liebe meine neue Heimat von ganzem Herzen. Wie wir alle wissen, es war nicht einfach.

Ich habe viel in meinem Leben gelernt: Die Ausbildung zum Kommunikationselektroniker, Das Abendgymnasium und das Abendstudium zum Elektrotechniker. Zudem eignete ich mir Kenntnisse in den Bereichen Ökonomie, Business und Recht. Diese Kenntnisse sind mein Schatz. Ich lerne weiter unsere Rechte und bin offen für neue Kenntnisse, mich interessiert alles. Ich kam nach Deutschland im Alter von 14 und fühlte mich sofort wie zu Hause.

Sie fragen sich sicherlich warum so wenig KiTa-Plätze in Pforzheim zur Verfügung stehen. Wenn Sie sich das, noch nicht gefragt haben, sollten Sie mir nun gut zuhören, denn ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt. In letzter Zeit kamen viele Familien samt Kindern aus EU-Ländern, sowie Kriegsgebieten. Momentan fehlen 650 KiTa-Plätze in Pforzheim, 300 bis 3 Jahre, 350 über 3 Jahre, laut Pforzheimer Zeitung. Die Stadt plant bis zum Jahre 2020 1200 Plätze zu schaffen. Die Kinder jedoch brauchen diese heute. Im Jahr 2017/2018 wurde keine einzige Einrichtung geplant und gebaut. Wir brauchen schleunigst 6-8 neue KiTa Einrichtungen. Wenn wir so lang planen, werden unsere Kinder im Jahr 2020 bereits in die erste Klasse gehen. Wir sollen uns zudem heute schon Gedanken über die Zukunft machen und wahrscheinlich schon heute 1200 Plätze einplanen.

Sollte ich der zukünftige Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim werden, sähen meine Visionen so aus: Jedes Kind bekommt einen Platz im Kindergarten. Die Kinder der Einheimischen können die deutsche Kultur und die deutsche Sprache nicht nur im Kindergarten lernen, sondern auch in der Familie. Die Kinder unserer neuen Bürger hingegen kennen unsere Sprache, sowie Kultur nicht. Aber können diese reibungslos im Kindergarten lernen und sich schnell in die deutsche Kultur integrieren. Die Kinder können ihre Fähigkeiten im Kindergarten entdecken und ausbauen, und darüber hinaus lernen sie miteinander zu kommunizieren und es führt zur Integration und Sozialisierung. Die KiTas sollen von 7.00 morgens bis 17.00 Uhr geöffnet sein. Dies ist sehr wichtig, damit die beiden Eltern arbeiten können, denn ein Gehalt in der Familie reicht meistens nicht aus. Die Entstehung dieses ganzen Konzepts ist sehr kostenaufwendig und es gibt immer noch Probleme wie hinterzogenes Geld für Kinder, die nicht in die KiTa gehen und sogar nicht einmal in Deutschland leben. Ein Beispiel dafür wäre der Fall einer bulgarischen Familie, welche mit ihren Kindern sich einmal in Deutschland anmeldeten und seither Kindergeld beziehen – aus Bulgarien. Das heißt sie leben in Bulgarien, haben ihre Kinder hier angemeldet und beziehen Geld aus der Familienkasse und damit effektiv von den Steuerzahlern, von uns. Eine Lösungsmöglichkeit dafür wäre eine Kontrolle innerhalb der KiTa, dass das Kindergeld für das Kind oder die Kinder ausgegeben wird. Zudem ergeben sich neue Arbeitsplätze in den neuerbauten Kindertagesstätten. Dazu gehören Arbeitsplätze intern, darunter Erzieherinnen, Reinigungskräfte, Hausmeister und Köche, als auch Ingenieure und Bauarbeiter, welche diese Einrichtungen bauen. Das zur Verfügung gestellte Geld fließt wieder in die Stadt zurück, weil Baumaterialien, Baukräfte, sowie die Einrichtung der KiTas von Unternehmen in Pforzheim gekauft werden.

Ich mache dies nicht um Ihnen zu gefallen, sondern aus Liebe zu meiner Stadt und der Zukunft unserer Kinder oder Enkel.

Ich werde alles dafür tun, dass unsere Kinder sicher in Bussen fahren können, dass unsere Mädchen nicht im Schlössle – Galerie belästigt werden, dass die Toiletten in dem Bahnhof wieder geöffnet werden.

Ich werde alles dafür tun, dass die Straße in der Stadt sauber gehalten werden, dass Stadtbeleuchtungen mit solaren Lampen ausgerüstet wird, dass Elektrobusse über unsere Stadt fahren werden.

Ich werde alles dafür tun, dass die kleinen Kinder ihre Plätze im Kindergarten bekommen, sowie die Gebühren gesenkt werden.

Ich werde alles dafür tun, dass neue Mitbürger schnell in unser Leben integrieren können.

Ich werde alles dafür tun, bezahlbare Wohnungen in unserer Stadt zu bauen und attraktive günstige Grundstücke für junge Familien zur Verfügung zu stellen.

Ich werde alles dafür tun, die Mühlgebühren prüfen zu können und zu senken. Ich werde alles dafür tun, mehr Transparenz in der Stadt zu bringen.

Damit es nicht unwissentlich über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden wird.

Mein Ziel: Ich möchte jedem in der Stadt die Möglichkeit geben, wirklich zu spüren, dass Pforzheim unsere Stadt ist, allen, die nicht so lang in Pforzheim leben, allen, die wie ich schon 20 Jahre in der Stadt wohnen, allen, die ihr ganzes Leben in unserer Stadt verbracht haben. Jedem möchte ich das Gefühl vermitteln, welches ich bekam als ich als Kind nach Pforzheim gekommen bin, dass Pforzheim eine für jeden offene Stadt ist. Wir sind seine Einwohner und nur wir

zusammen können etwas Gutes für unsere Stadt und unsere Einwohner erreichen.

Vielen Dank

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